Preisträger 2002
Georg Stefan Troller
Ehrenpreis
Georg Stefan Troller

Den Ehrenpreis 2002 erhält der langjährige Fernseh-Korrespondent der ARD und des ZDF in Paris, Georg Stefan Troller, in Anerkennung seines herausragenden und vorbildlichen journalistischen Engagements für die deutsch-französische Verständigung.

Frédéric Chignac
Fernsehpreis
Frédéric Chignac
„L’orchestre des chômeurs“
France 3

Der passionierte Historiker Frédéric Chignac möchte Situationen darstellen, die die Vorstellungskraft übersteigen. Wie in seinem Beitrag „L’orchestre des chômeurs" („Das Orchester der Arbeitslosen"), ausgestrahlt von France 3 in der Reihe „Faut pas rêver" (Nicht träumen). Dieser Film schildert eindrucksvoll den Überlebenskampf eines in Ostberlin gegründeten Arbeitslosenorchesters. Denn viele musikalische Gruppen wurden aus wirtschaftlichen Gründen Opfer der Wiedervereinigung.

Sabine Willkop
Fernsehpreis - Kurzreportage
Sabine Willkop
„Jacques und Lotka“
Südwestrundfunk

Sabine Willkop arbeitet seit 1989 beim SWR für Hörfunk und Fernsehen. Ausgezeichnet wurde ihr Kurzfilm „Jacques und Lotka", produziert für die Reihe "Nachtkultur" des SWR. Es ist die Geschichte einer Französin, die durch eine Zufallsbekanntschft in der Bibliothek ihre wahre Identität entdeckt und dass ihre Eltern - Jacques und Lotka - als Résistance-Kämpfer hingerichtet wurden.

Günter Liehr
Alexander Musik
Hörfunkpreis
Günter Liehr / Alexander Musik
„Der dritte Flughafen für Paris stört die Ruhe der Lebenden – und Toten“
Radio France Internationale

Der Rundfunkjournalist und Sachbuchautor Günter Liehr lebt seit 1977 in Paris. Von ihm gibt es zahlreiche Veröffentlichungen zur französischen Medienlandschaft und zur Geschichte von Paris. Für die Hörfunkreportage von RFI "Der dritte Flughafen für Paris stört die Ruhe der Lebenden - und Toten" wurde ihm und Alexander Musik der Hauptpreis Hörfunk zuerkannt. Ihr Beitrag bildet die lebhaften Diskussionen um den Bau des geplanten Flughafens ab und verbindet dabei sehr geschickt Geschichte und Aktualität.

Der Literaturwissenschaftler Alexander Musik ist seit 1991 als Rundfunk- und Printjournalist tätig. Er lebt seit April 2001 in Paris und hat zahlreiche Auslandsreportagen gemacht, vor allem zum gesellschaftlichen Umbruch in Mitteleuropa. Er erhält zusammen mit Günter Liehr den Hauptpreis Hörfunk für die Reportage "Der dritte Flughafen für Paris stört die Ruhe der Lebenden - und Toten".

Printmedienpreis
Michael Neubauer
„Wer fackelt am besten“
Badische Zeitung

Michael Neubauer studierte Germanistik, Politik und Romanistik in Freiburg und Basel. Er arbeitet derzeit als Korrespondent der Badischen Zeitung für Straßburg und das Elsass. Seine mit dem Hauptpreis Printmedien ausgezeichnete Reportage "Wer fackelt am besten" beleuchtet auf eindringliche Weise die gesellschaftlichen Ursachen und Abläufe der gewalttätigen Ausschreitungen von Jugendlichen in einer typischen Hochhaussiedlung am Rande von Straßburg.

 

Patrice Gelinet
Sonderpreis Deutsch-Französischer Kulturrat - Kategorie Hörfunk
Patrice Gelinet
„La résistance allemande à Hitler"
France Inter

Die Sendungen des ehemaligen Geschichtslehrers Patrice Gelinet befassen sich mit der Geschichte unserer Zivilisation. Die Jury hat besonders die Qualität seiner Arbeit herausgehoben und ihm für den Beitrag „La résistance allemande à Hitler" („La résistance allemande à Hitler") den Preis des Deutsch-Französischen Kulturrats verliehen. Die Sendung wurde im Rahmen der Reihe „2000 ans d'histoire" von France Inter ausgestrahlt. Der Beitrag behandelt kompetent und auf lebendige Art einen wichtigen Aspekt deutscher Zeitgeschichte.

Jacqueline Hénard
Sonderpreis Deutsch-Französischer Kulturrat - Kategorie Printmedien
Jacqueline Hénard
„Viel gelobt, wenig gesehen“
Die Zeit

Jacqueline Hénard arbeitete nach Studien in Montpellier, Paris und London 17 Jahre bei der FAZ und ist seit 1997 Paris-Korrespondentin der Zeit. Sie erhält den Sonderpreis des Deutsch-Französischen Kulturrats für Ihren Artikel „Viel gelobt, wenig gesehen". Aus Anlass des 10. Jahrestages der Gründung von ARTE vermittelt sie dem Leser einen ebenso kenntnisreichen wie auch wohlwollend kritischen Einblick in die Arbeitsweise des Kulturkanals sowie die unterschiedlichen Kulturen beider Länder.

Pascale Hugues
Michael Hammon
Preis des Deutsch-Französischen Jugendwerks
Pascale Hugues / Michael Hammon
„Gehen oder bleiben? Jugendliche in Deutschland-Ost“
ARTE

„Gehen oder bleiben" ist der erste Film der Deutschland-Korrespondentin des französischen Nachrichtenmagazins „Le Point". In dieser Produktion für ARTE kommen junge Ostdeutsche zu Wort, die als Generation des Zweifels und der Hoffnung ihr Leben in den Realitäten von Ost und West einzurichten versuchen. Die Jury verleiht ihr und Michael Hammon den Preis des Deutsch-Französichen Jugendwerks.

Der in Südafrika geborene Regisseur und Kameramann Michael Hammon lebt zwischen Südafrika und Deutschland. Er hat bereits bei mehreren Filmen Regie geführt und zahlreiche Preise erhalten. Den Sonderpreis des Deutsch-Französischen Jugendwerks erhält er zusammen mit Pascale Hugues für die ARTE-Produktion „Gehen oder bleiben". Eine Reportage über junge Ostdeutsche, die ihr Leben in den Realitäten von Ost und West einzurichten versuchen.