PreisträgerInnen

2026

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Großer Deutsch-Französischer Medienpreis

Prof. Dr. Joachim Nagel und François Villeroy de Galhau

Prof. Dr. Joachim Nagel und François Villeroy de Galhau

Der Deutsch-Französische Journalisten- und Medienpreis (DFJP) verleiht den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis 2026 an Prof. Dr. Joachim Nagel, Präsident der Deutschen Bundesbank, und François Villeroy de Galhau, ehem. Gouverneur der Banque de France, in Würdigung ihres herausragenden Wirkens für die europäische Integration, die deutsch-französische Freundschaft und eine stabile europäische Währung. Als enge Weggefährten im Rat der Europäischen Zentralbank haben sie in turbulenten Zeiten Orientierung gegeben, Vertrauen gestiftet und gemeinsam gehandelt. Sie stehen damit für den Geist der deutsch-französischen Beziehungen, der eine gemeinsame europäische Zukunft ermöglicht.

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Newsformate

Julia Borutta

Frankreich – Wie rechte Meinungsmacher den Diskurs verschieben

WDR / DLF

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Dokumentation

Aliénor Carrière

Trouver Sergueï

Kometa

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Investigation

Das Recherche-Team von NDR / WDR / SZ & Team

L’équipe de recherche de NDR / WDR / SZ & Team

Russian Secrets – So schützt Putin seine Atomwaffen mit europäischer Technik

NDR / WDR / SZ

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Wissenschaft

Christoph Peters

Leben auf Plastik – Per Anhalter durchs Meer

MDR / ARTE

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Jeunes Talents

Erik Hlacer

Braunes Pflaster

Dummy Magazin

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Spezialpreis

Hugo Travers

HugoDécrypte – Actus du jour

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2026

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Spezialpreis

Hugo Travers

Hugo Travers

HugoDécrypte – Actus du jour

Mit „HugoDécrypte“ hat Hugo Travers ein Nachrichtenformat geschaffen, das politische und aktuelle Themen für ein breites Publikum zugänglich macht. Seine Inhalte greifen sowohl nationale als auch internationale Themen auf und übersetzen komplexe Entwicklungen in kompakte Sprache. Dabei gewinnt er die Aufmerksamkeit einer ganzen Generation junger Menschen in Frankreich, die immer mehr auf klassische Nachrichtenangebote verzichten und sich über die sozialen Medien informieren. So ist Hugo Travers nicht nur ein Content Creator, sein Engagement leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Demokratie in Frankreich und der frankophonen Welt.

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Großer deutsch-französischer Medienpreis

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Julia Borutta

Frankreich – Wie rechte Meinungsmacher den Diskurs verschieben

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Aliénor Carrière

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NDR / WDR / SZ

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Erik Hlacer

Braunes Pflaster

Dummy Magazin

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2026

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Jeunes Talents

Erik Hlacer

Erik Hlacer

Braunes Pflaster

Dummy Magazin

In einer humorvollen, satirischen Art zeichnet Erik Hlacer ein Bild der Lage im südfranzösischen Béziers, wo Lokalpolitiker unter dem Deckmantel von „Ordnung und Sauberkeit“ rechtlich fragwürdige Lösungen für das Hundekotproblem der Stadt durchsetzen. DNA-Proben, eine Datenbank und mehr Überwachung sind nur ein Auszug des populistischen Denkens, in dem der Zweck die Mittel heiligt und der Rechtsstaat zunehmend auf der Strecke bleibt.

Erik Hlacer ist Journalist und arbeitet unter anderem für die FAZ, den WDR und die Zeit. Seine Texte geben dem eine Stimme, was im öffentlichen Diskurs zu oft unsichtbar gemacht wird.

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Christoph Peters

Christoph Peters

Leben auf Plastik – Per Anhalter durchs Meer

MDR / ARTE

In einer fesselnden Reportage zeigen Biologen eindrücklich, wie mikrobielles Leben auf Plastik entsteht: die sogenannte Plastisphäre. Dabei behält der Film stets einen unaufgeregten Ton und klärt über die Folgen der Entsorgung von Plastik in der Umwelt auf, ohne Panik zu schüren. Das und die starke Gestaltung in Bild und Ton machen die wissenschaftliche Dokumentation zu einem wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Umweltthemen.

Dr. Christoph Peters ist ein deutscher Dokumentarfilmer und Journalist, der für ARTE, ARD, ZDF und MDR engagierte Filme zu Wissenschaft, Geopolitik, Umwelt und kollektivem Gedächtnis produziert.

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Julia Borutta

Frankreich – Wie rechte Meinungsmacher den Diskurs verschieben

WDR / DLF

Der Audiobeitrag wirft einen Blick hinter die Kulissen reaktionärer und populistischer Kräfte in Frankreich und zeigt, wie „Meinungsverschiebung“ funktioniert. Einflussreiche Milliardäre wie Vincent Bolloré oder Pierre-Edouard Stérin nutzen ihre Macht, um den öffentlichen Diskurs zu verschieben und rechtsextreme Themen salonfähig zu machen. Gerade mit Blick auf die kommenden Wahlen in Frankreich wird deutlich, wie entscheidend diese gezielte Verschiebung des öffentlichen Diskurses für die politische Zukunft Frankreichs sein wird.

Julia Borutta ist Leiterin des ARD-Hörfunk-Studios in Paris und Außenkorrespondentin des WDR. Über die Ländergrenzen hinweg bewegt sie sich für ihre Rechercheprojekte in der Frankophonie.

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Dokumentation

Aliénor Carrière

Aliénor Carrière

Trouver Sergueï

Kometa

In einer gefühlvollen und emotionalen Reportage reflektiert die Autorin ihre eigene Geschichte und die Beziehung zu ihrem Ziehbruder Serguei, von dem sie 20 Jahre zuvor getrennt worden war. Im Herzen sieht sie ihn als Bruder, auch wenn das Wiedersehen zu einer Zerreißprobe für ihre Gefühlswelt wird. Die Zeit und der Krieg haben ihre Spuren hinterlassen und die beiden voneinander entfremdet. Ihre persönliche Erfahrung und die Auseinandersetzung mit ihrer Rolle als Journalistin machen den Artikel zu einem wichtigen Beitrag, der die Folgen des Krieges anhand einzelner Schicksale deutlich macht.

Aliénor Carrière ist freie Journalistin und Filmemacherin mit Schwerpunkt auf geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt.

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2026

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Investigation

Das Recherche-Team von NDR / WDR / SZ & Team L’équipe de recherche de NDR / WDR / SZ & Team

NDR / WDR / SZ gemeinsam mit Le Monde (France) / L’Espresso (Italy) / ICIJ (USA) / Kyodo (Japan) / NRK (Norway) / Pointer (Netherlands) / SVT (Sweden) / The Times (United Kingdom) / Washington Post (USA)

Russian Secrets – So schützt Putin seine Atomwaffen mit europäischer Technik

NDR / WDR / SZ / Le Monde / L’Espresso / ICIJ / Kyodo / NRK / Pointer / SVT / The Times / Washington Post

Der herausragend recherchierte Beitrag zeigt eindrücklich, welche Strategien Russland entwickelt hat, um seine Atomwaffen in der Barentssee zu schützen. Im Zuge der Recherche erbringen die Reporter Belege dafür, wie deutsche Technik über Umwege für russische Interessen eingesetzt wird, und schaffen damit einen Einblick in Welten, die für die meisten Menschen verborgen bleiben würden. Der ruhige Ton und die sachliche Auseinandersetzung mit nachvollziehbaren Belegen machen die Produktion zu einem wichtigen Beitrag in Bezug auf die aktuellen Herausforderungen in der deutschen und europäischen Russlandpolitik.

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Zaho de Sagazan

Die junge Sängerin aus St. Nazaire begeistert das Publikum auf beiden Seiten des Rheins durch ihre ungewöhnlichen Chanson-Elektro-Verbindungen. Zugleich sucht sie in ihrer Kunst immer wieder die Brücke zu Deutschland: Inspiriert durch Kraftwerk, geprägt von der Berliner Szene und deutschen Künstlerinnen und Künstlern, gehört der Antikriegssong „99 Luftballons“ von Nena, den Zaho de Sagazan auf Deutsch singt, zu ihrem ständigen Konzertrepertoire. Der Song aus den 80ern ist auch Ausdruck ihrer Liebe zur deutschen Sprache und zu dem Nachbarland, in dem sie als Austauschschülerin war.

Die Künstlerin, die aus ihrer Haltung gegen jedwede Art von Diskriminierung und politischem Extremismus keinen Hehl macht, füllt inzwischen weltweit große Hallen. Sie setzt sich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaften ein und setzt damit ein wichtiges Zeichen für mehr Solidarität zwischen den Menschen ihrer Generation.

Die junge französische Sängerin Zaho de Sagazan wird 2025 mit dem Großen Deutsch-Französischen Medienpreis geehrt. Ihre Auftritte bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Paris und der Eröffnungsfeier der Filmfestspiele in Cannes 2024 bleiben unvergessen.

Die Autorin

Zaho de Sagazan

Karambolage

ARTE

Seit zwanzig Jahren entschlüsselt die ARTE-Sendung Karambolage mit Humor und Kreativität kulturelle und sprachliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Frankreich und Deutschland.
Mit neugierigem Blick und einem journalistischen Stil, der Animation und Erzählung verbindet, beleuchtet sie jede Woche das Alltagsleben, Traditionen, Redewendungen oder historische Bezüge und offenbart dabei die feinen Nuancen beider Kulturen diesseits und jenseits des Rheins. Dank eines zugleich lehrreichen, manchmal schelmischen und stets wohlwollenden Tons beleuchtet Karambolage die Feinheiten beider Kulturen und bringt so Europa den Zuschauern ein Stück näher. 
Karambolage verkörpert den Geist des deutsch-französischen und darüber hinaus europäischen Dialogs und würdigt damit das intellektuelle Erbe von Alfred Grosser.

Für ihr vorbildliches Werk der kulturellen Vermittlung wird Karambolage mit dem Spezialpreis „Alfred Grosser“ ausgezeichnet.

Die AutorInnen

Karambolage

„‚Worte sind die erste Waffe‘ – Wie eine Anwältin zur Feministin wurde”

SWR Kultur

Im Audiobeitrag Worte sind die erste Waffe – wie eine Anwältin zur Feministin wurde zeichnet Luna-Shirin Ragheb ein eindrucksvolles Porträt der Anwältin Negar Haeri. Anhand ihres Engagements im Prozess um den Femizid an der 15-jährigen Shaïna Hansye beleuchtet die Autorin die Mechanismen einer Justiz, die gegenüber geschlechtsspezifischer Gewalt oft blind bleibt. Mit einer intimen, sensiblen und zugleich präzisen Erzählweise offenbart diese Reportage die Schwächen eines Systems und erzählt zugleich die Geschichte einer Frau, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen ist und ihren Weg mit Entschlossenheit geht. Eine kraftvolle Erzählung, die zeigt, welche Tiefe journalistisches Audio auch im Zeitalter flüchtiger Inhalte entfalten kann.

Luna-Shirin Ragheb ist eine junge Journalistin, die sich für gesellschaftliche Erzählungen, feministische Themen und ungehörte Stimmen einsetzt.

Der Autor

Luna-Shirin Ragheb

Kategorie

Jeunes Talents

„‚Worte sind die erste Waffe‘ – Wie eine Anwältin zur Feministin wurde”

Luna-Shirin Ragheb

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