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Pressemeldungen 2020-06-25T11:14:00+02:00

PRESSEMITTEILUNG

Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2020 Europäische Geschichten mit großer interkultureller Kompetenz erzählt

Saarbrücken, Paris und Berlin, 25. Juni 2020

Trotz der Absage der geplanten feierlichen Zeremonie in Berlin, sind heute die PreisträgerInnen des diesjährigen Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP) bekanntgegeben worden. Ausgezeichnet wurden im Jahr 2020 folgende AutorInnen:

  • Kategorie Video:

Fabienne Hurst, Julian Feldmann und Robert Bongen für „Das ungesühnte SS-Massaker: Ein französisches Dorf kämpft um Gerechtigkeit“, ARTE/NDR

  • Kategorie Audio:

Leslie Benzaquen für „L’affaire des 450 tableaux“, Apple Podcasts/Spotify/Deezer/Acas

  • Kategorie Text:

Elisa-Madeleine Glöckner, Veronika Lintner, Jonas Voss und Julian Würzer für „Europa 2019. Eine Reise“, Augsburger Allgemeine

  • Kategorie Multimedia:

CORRECTIV, Frontal21/ZDF und 33 weitere Medien für „Grand Theft Europe“, https://correctiv.org/top-stories/2019/05/06/grand-theft-europe/

  • Kategorie Nachwuchs (in der Kategorie Audio):

Anaelle Abasq, Alexia Echerbault, Lara Gohr, Thabo Huntgeburth, Lukas Knauer, Louise Pillais, Mathilde Pires, Meret Reh, Camille Sarazin und Ramona Westhof für „Plus chaud que le climat – Heißer als das Klima“, DLF Kultur

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis wird seit 1983 in insgesamt fünf Kategorien vergeben. Die aktuellen PreisträgerInnen und ihre Beiträge werden auf hier sowie in den sozialen Netzwerken präsentiert. Der DFJP-Vorstandsvorsitzende und SR-Intendant Professor Thomas Kleist, lobte die Qualität der diesjährigen Einreichungen. „Für die deutsch-französischen Beziehungen und das Miteinander in Europa ist und bleibt die Arbeit der Qualitätsmedien von unschätzbarem Wert.“ Dies gelte insbesondere in Krisenzeiten, denn die aktuelle Corona-Pandemie zeige, dass gegen Falsch-Informationen und zum Teil krude Theorien und Thesen professionelles journalistisches Handwerk die beste Medizin seien.

Der Bevollmächtigte für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Armin Laschet, betonte, die letzten Wochen und Monaten hätten eindrucksvoll die Stärke eines unabhängigen und kritischen Journalismus gezeigt. „Alle Qualitätsmedien haben Steigerungen in ihrer Auflage und in ihrer Zuschauerzahl erlebt, weil man exakt wissen wollte, was passiert und nicht irgendetwas, das im Internet herumschwirrt,“ so Laschet. Die französische Botschafterin in Berlin Anne-Marie Descôtes erinnerte demgegenüber an die Gefahren und Bedrohungen, denen sich kritische Journalisten derzeit weltweit gegenübersehen. „Ich denke insbesondere an diejenigen, die für ihre Arbeit ihr Leben riskieren.“ Laut Reporter ohne Grenzen befänden sich weltweit 389 Journalisten in Haft, 49 seien im letzten Jahr getötet worden. „Der weltweite Kampf gegen diese Willkür bleibt eine der größten Herausforderungen auf internationaler Ebene,“ so die französische Botschafterin.

Mit dem Film « Unter der Oberfläche » würdigt der Saarländische Rundfunk die diesjährigen PreisträgerInnen. Der Autor, Tobias Seeger, zeigt einmal mehr, wie wichtig die deutsch-französische Zusammenarbeit für die Zukunft Europas ist. « Unter der Oberfläche » kann auf der Website des DFJP angesehen werden und wird am Sonntag, 28. Juni um 18:45 Uhr im SR Fernsehen ausgestrahlt.

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis ist mit insgesamt 30.000 € dotiert. Eine zusammenfassende Dokumentation über die Preisträger des Jahres 2020 und ihre Beiträge befindet sich auf der Internetseite des DFJP. Auf die Vergabe des Großen Deutsch-Französischen Medienpreises an eine Organisation oder Persönlichkeit, die sich auf besondere Art und Weise um die deutsch-französische und europäische Verständigung verdient gemacht hat, wurde hingegen angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr verzichtet. Sie soll bei der Zeremonie im kommenden Jahr in Berlin nachgeholt werden.

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